FC Osterstedt - GW Todenbüttel II 5:2 (2:2)

Derbysieger, Derbysieger, Hey Hey!

  

Was für ein Derby?! Nach 90 emotionsgeladenen Spielminuten schlägt der FCO unseren Nachbarn Grün – Weiß Todenbüttel II mit 5:2 Toren. Noch Minuten nach Abpfiff skandierten die treuen FCO – Fans: „Derbysieger, Derbysieger, Hey Hey“. Dieses Derby hatte wirklich alles, was ein Fußballfan sich von einem rassigen Spiel erhofft. Viele Zuschauer, tolle Stimmung, viele Tore, rassige Zweikämpfe, Elfmeter, packende Torraumszenen, einen Platzverweis und leider auch Pöbeleien, die teilweise unter die Gürtellinie gingen.

  

Unser grün-weißer Nachbar ist wesentlich besser ins Derby gestartet. Wesentlich zweikampfstärker und äußerst ballsicher waren sie in der Anfangsphase die klar bessere Mannschaft. Die frühe 1:0 Führung für grün-weiß in der 7. Spielminute war die logische Konsequenz. Ein Eckball von der rechten Seite nimmt Torben Trede direkt und drischt das Spielgerät unhaltbar in unsere Maschen. Kontinuierlicher Tiefschlaf unserer gesamten Hintermannschaft! Nur 4 Spielminuten später eine unglückliche Situation des FCO. Unser, an diesem Tag überragender Captain Sergej Mai, scheitert an GW-Keeper Kevin Wiegers. Im unmittelbaren Gegenzug trifft Haiko Thun mit trockenem Schuss ins kurze Eck zur 2:0 Führung (11.Spielminute) der Gäste. Das hatten wir uns anders vorgestellt, aber grün-weiß hatte uns zu diesem Zeitpunkt voll im Sack. Wie im letzten Heimspiel gegen Langwedel, als wir auch die Anfangsphase komplett verpennt haben, sind wir aber ab der 20. Spielminute immer besser ins Spiel gekommen. Wir sind beherzt in die Zweikämpfe gegangen und auch die Laufleistung wurde auf dem Tacho erhöht. Grundtugenden also, um ein Derby zu gewinnen. Damit ist Todenbüttel überhaupt nicht klargekommen. Fast jede Schiedsrichterentscheidung wurde nun von grün-weiß diskutiert. Der anfängliche Spielfluss ging mehr und mehr verloren und der FCO kämpfte sich verbissen ins Spiel hinein. In der 27. Spielminute, bzw. 28. Spielminute eine ähnliche Situation wie in der 11. Spielminute, nur diesmal mit dem besseren Ausgang für uns. Zuerst verhindert unser Keeper Jan-Mathis Rehmke das 0:3 und fast im Gegenzug tankt Sergej Mai sich energisch durch und netzte unhaltbar zum 1:2 Anschlusstreffer ein. Spätestens jetzt waren wir voll im Spiel drin und es rollte Angriff über Angriff aufs Gästegehäuse. Zusätzlich spielte uns eine gelb-rote Karte für die Gäste in der 30. Spielminute voll in die Karten. Wieder einmal wurde eine Schiedsrichterentscheidung zu heftig diskutiert. Auch nach der Hinausstellung pöbelte der vom Platz gestellte Spieler weiter und weiter. Ein Ersatzspieler von grün-weiß beschimpfe ebenso den Schiedsrichter mit Sätzen, die einfach nur menschenunwürdig waren. Dabei war es kein Krieg, sondern nur ein Fußballspiel zweier Dorfnachbarn. Umso erfreulicher, dass unser FCO klaren Kopf behielt und nun auf den Ausgleich drängte. In der 35. und 43. Spielminute konnte der GW-Keeper noch grad so gegen Sergej Mai und Lars Breiholz retten. In der 44. Spielminute war es dann aber soweit. Wir erhielten einen Freistoß, den Lasse Kühl trat. Ob GW-Keeper Kevin Wiegers sich von seinen nun nervösen Vorderleuten anstecken ließ, oder einfach nur einen Blackout hatte, können wir nicht beschreiben. Auf jeden Fall muss jeder Keeper diese Kirsche halten. Vielleicht hatte die Kugel aber auch einfach nur eine blöde Flugbahn, denn der Schuh von Lasse ging bei warmmachen kaputt und musste fett getapt werden. Lag es vielleicht auch am kaputten Fußballschuh, dass Lasse sein in dieser Saison bisher stärkstes Spiel ablieferte? Auf jeden Fall stand es nun 2:2 Unentschieden, mit dem es auch in die Pause ging. Fazit zur Halbzeit: Todenbüttel hatte uns gut im Griff, machte sich aber dann durch unnötige Schiedsrichterdiskussionen ihr eigenes Spiel kaputt. Mit Disziplin, Zweikampfstärke und enormen Siegeswillen kämpften wir uns wie Löwen ins Spiel zurück.

       

Die zweite Spielhälfte sollte dann ein Riesen – Highlight für alle FCO – Fans werden. Es begann bereits in der 46. Spielminute. Freistoß aus dem linken Halbfeld, aus ca. 40 m Entfernung. Wieder Lasse mit kaputten Schuh und richtig feinem Auge. Er sieht am langen Pfosten Abwehrboss Helge Gloe, der zur 3:2 Führung für unseren FCO einnetzte. Nach 0:2 Rückstand, nun 3:2 Führung – Spiel gedreht! Jetzt waren unsere Jungs überhaupt nicht mehr zu halten. Angriff über Angriff rollte aufs GW – Gehäuse. In der 54. Spielminute steht Lars Breiholz plötzlich allein vorm GW-Gehäuse und es ertönt ein Pfiff, war das wirklich Abseits? In der 60. Spielminute wird der nicht zu bremsende Sergej Mai im Strafraum gefoult. Für alle ein klarer Elfmeter, für Schiedsrichter Christoph Pritzkow nicht. Wirklich die einzig nennenswerte Aktion der Gäste in der 69. Spielminute. Plötzlich steht ein GW-Akteur allein vor unserer Kiste und wieder ertönt der Pfiff. Da haben wir Glück gehabt, denn das war kein Abseits. Nur eine Minute später macht dann unser Sturmtank Lars Breiholz endgültig den Deckel zu. Humorlos und trocken bringt er sein Team mit 4:2 in Führung und die Fans kommen immer mehr in Feierlaune. Unsere Jungs spielten jetzt wie aufgedreht und hatten unzählige Chancen. Einige davon hier: In der 71. Spielminute scheitert Florian Thams knapp am Torhüter, in der 77.+78. Spielminute Lars Breiholz mit Heber und Kopfball ebenfalls am GW-Keeper, in der 79. Spielminute scheitert Sergej Mai mit Wahnsinns-Turbo am GW-Keeper, in der 78. Spielminute hätte Sergej Mai einen Foulelfmeter zugesprochen werden müssen, den er aber dann in der 88. Spielminute endlich erhalten hat. Wieder übernahm Lasse Kühl mit kaputten Schuh. Eiskalt verwandelt zum 5:2. Jetzt stand Osterstedt komplett Kopf. Nur 2 Minuten später pfiff Schiedsrichter Christoph Pritzkow pünktlich ab. Vielleicht hatte er auch ein Einsehen mit unseren verstimmten Gästen und wollte nicht, dass sie noch mehr Haue in Form von Gegentoren erhielten. Fazit zu Spielende: Mit unbändigen Siegeswillen haben wir über den Kampf ins Spiel gefunden und haben grün-weiß in der zweiten Spielhälfte phasenweise überrollt. Nicht nur wir, sondern Todenbüttel hat sich durch unnötige Schiedsrichterdiskussionen auch selbst zerstört.   

  

  

Jan-Mathis Rehmke, Sven Ole Rönnfeld, Helge Gloe, Alexander Otho, Tommy Heesch, Tobias Reimers, Florian Thams, Sergej Mai, Lasse Kühl (90. Bent-Ayke Thun), Dennis Pahl (40. Sören Schulz), Lars Breiholz

  

Ersatzbank: Nils Pahl, Nico Holst

 

Betreuer: Michael Schwager

  

Ligaobmann: Lars Bahnsen

  

Trainer: Dieter Stuhr

  

Schiedsrichter: Christoph Pritzkow (SV Hamweddel) hatte im Derby einen sehr schweren Stand. Sicherlich hatte er die eine oder andere Fehlentscheidung, die aber für den Spielverlauf überhaupt nicht entscheidend war. Das ist aber kein Grund den Schiedsrichter aufs übelste zu beschimpfen.

  

Foto: Derbysieger – Bier schmeckt nach dem Spiel besonders gut!